Teuere Sterbeversicherungen
Sterbeversicherungen sind derzeit in aller Munde. Kaum ein Versicherungsunternehmen, das keine entsprechende Leistung anbietet. Wenn Sie die Suchbegriffe „Sterbeversicherung Vergleich“ bei Google eingeben, erhalten Sie als Ergebnis eine große Tarif- und Namenszahl unterschiedlichster Anbieter.
Doch beim Abschluss einer solchen Versicherung lohnt es sich, genau hinzuschauen. Ein Test der Stiftung Warentest, bei dem 30 Angebote von Lebensversicherern und Sterbekassen verglichen wurden, ergab, dass bei vielen Sterbeversicherungen der Aufwand oft in keinem günstigen Verhältnis zur Leistung steht.
Eine Sterbeversicherung ist vergleichbar mit einer Kapitallebensversicherung, bei der im Todesfall eine vereinbarte Summe vom Anbieter an die Hinterbliebenen gezahlt wird. Mit diesem Geld kann dann die Bestattung bezahlt werden. Der Vergleich der verschiedenen Angebote hat ergeben, dass bei vielen Produkten ein erheblicher Teil der zu zahlenden Beiträge für Verwaltungskosten und für den Risikoschutz verwendet wird. Der Sparanteil ist dagegen vergleichsweise gering. Besonders für ältere Kunden lohnt sich eine solche Versicherung nicht, weil der Beitrag durch die hohen Anteil für die Risikoabsicherung zu teuer ist. Aber auch jüngere Kunden sollten genau prüfen, ob sich eine Sterbeversicherung wirklich lohnt, oder ob es nicht Alternativen gibt, welche die gleiche Leistung für weniger Geld bieten.
Eine Risikolebensversicherung bietet beispielsweise eine Absicherung für den Fall eines frühen Todes. Geld, das durch die niedrigeren Beiträge gespart wird, können Sie z. B. auf einem Tagegeldkonto anlegen und auf diese Weise weitere Rücklagen bilden.
Welche Variante für Sie die günstigere ist, muss individuell geprüft werden. In vielen Fällen ist es aber nicht die Sterbeversicherung.
