Wäsche waschen

Wäsche waschen ist eine der lästigsten Pflichten im Haushalt, der man nur entgehen kann, wenn man entweder alles neu kauft, und das Getragene wegwirft, oder eine Reinigung bezahlt. Da sich dies die wenigsten Menschen leisten können, muss man in den sauren Apfel beißen und die Waschmaschine des Öfteren in der Woche betätigen. Je mehr Personen in einem Haushalt leben, umso größer ist der Berg an Wäsche, der sich ansammelt. Kleidung für Schule und Beruf, für Sport und Freizeit, Unterwäsche, Handtücher und Socken, Bettwäsche und allerlei anderes sammeln sich an und lassen die Hausfrau manchmal an den Rand der Verzweiflung kommen. Meist hat sie wenig Hilfe und muss leider auch feststellen, dass ihre Arbeit sehr wenig geachtet wird.

Die heutigen Möglichkeiten machen das Waschen ja zu einem Kinderspiel, wenn man einmal daran denkt, wie die Frauen noch waschen mussten, als es Waschmaschine und Trockner noch nicht gab. Waschbretter kennen die meisten Frauen nur von Männern auf den Titelblättern von Zeitungen oder aus dem Fernsehen. Heute ist es zu schaffen in wenigen Stunden ein Doppelbett abzuziehen, die Wäsche zu waschen, zu trocknen, und wieder zu beziehen. Dafür war früher ein tagelanger Aufwand nötig. Trotzdem ist es eine Aufgabe, die Wäsche einer fünfköpfigen Familie so zu bewältigen, dass nie mehr als einige Teile in der Schmutzwäsche warten.

Die Waschmittel von heute lassen viel niedrigere Temperaturen zu, als noch vor wenigen Jahren. Es wird immer weiter geforscht, und die Ergebnisse werden immer besser. Immer kürzere Waschgänge zu immer niedrigeren Temperaturen schonen nicht nur die Umwelt sondern auch die Wäsche, die sich nicht mehr stundenlang in Waschlaufe befindet, und dann noch Ewigkeiten durchgewalkt werden muss. Durch diese modernen Produkte wird also auch der Zeitaufwand immer geringer, den die Hausfrau in das Waschen investieren muss. Waschmaschinen mit einem Fassungsvermögen von fünf bis sechs Kilo, Schleuderzahlen von mehr als 1400 Touren und Trocknungsgeräte machen die Arbeit angenehmer.

Weichspüler sorgen nicht nur dafür, dass die Wäsche kuschelig weich wird, sondern auch für einen angenehmen Geruch. Spezielle Weichspüler sparen sogar Bügelzeit ein, weil Chemikalien zugefügt sind, die die Fasern nicht so sehr knittern lassen. Nur Handtücher, Küchentücher und Putzlappen sollte man nicht mit einem Weichspüler waschen, da die Saugfähigkeit durch die Zusatzstoffe eingeschränkt ist. Spezielle Fleckenentferner, Bleichmittel und vieles andere ersetzen heute Produkte, wie Backpulver, Essig und Chlorreiniger. Dieser chlorhaltige Reiniger wurde verwendet, um aus der weißen Wäsche Flecken heraus zu bleichen. Zwar verwenden viele Hausfrauen dieses Mittel auch heute noch, doch gibt es bei Weitem schonendere Mittel, die man in jedem Drogeriemarkt kaufen kann.

Viele junge Frauen bekommen von ihren Müttern und Schwiegermüttern Hausmittel gegen Flecken überliefert. Ob sie diese anwenden, oder ob sie sich auf die modernen Produkte verlassen, ist unterschiedlich. Dass man bei Babywäsche zum Beispiel anders vorgeht, als bei der Arbeitskleidung eines Bauarbeiters oder Automechanikers, weiß jeder, der sich schon einmal mit dem Thema Wäsche waschen befasst hat. Oft reichen eben Hausmittel nicht aus, und manchmal sind chemische Wunderwaffen eben nicht angebracht, wie es zum Beispiel bei empfindlicher, zarter Babyhaut der Fall ist.

Ob man einen Abluft- oder einen Kondenstrockner verwendet, oder die Wäsche zum Trocknen aufhängt, bleibt ebenfalls jeder Hausfrau selbst überlassen. Wie man die Möglichkeiten in der Wohnsituation ausnutzen kann, oder wie die finanziellen Mittel sind, kann diese Entscheidung beeinflussen. Doch mit Waschen und Trocknen ist es leider noch nicht genug: Auch gebügelt muss zumindest ein Großteil der Wäsche werden, bevor sie im Schrank verstaut werden kann. Das bedeutet einen weiteren zeit und auch Kostenaufwand für die Dame des Hauses, oder in manchen Fällen auch für die Herren der Schöpfung, sofern sie sich in die Frauendomäne gewagt haben. Ab und zu etwas Lüften statt zu waschen schadet nicht. Es schafft Zeit für die Hausfrau, spart Strom und somit Geld, und schont die Umwelt.




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