Das neue Familienmitglied

Bevor man sich ein Haustier anschafft, sollte in der Familie erst einmal darüber gesprochen werden, wer sich um das Tier kümmert. Wer es füttert und pflegt muss im Vorfeld entschieden werden. Denkt man über einen Hund nach, sollte sichergestellt sein, dass das Tier nicht den ganzen Tag allein zu Hause in der Wohnung sitzt und sich langweilen muss. Ein Hund braucht Bewegung und sollte deshalb regelmäßig spazieren gehen. Es ist normal, dass Kinder schon bevor der Hund gekauft wird, versprechen, jeden Tag mit ihm eine Runde zu gehen. Aber man sollte bedenken, dass das wahrscheinlich nur am Anfang klappt. Nach und nach ist es nicht mehr so interessant, denn da spielt man lieber mit der Freundin oder setzt sich vor den Computer.

Damit allen Familienmitgliedern klar wird, was es heißt einen Hund zu haben, kann man über einen bestimmten Zeitraum einmal mit Hunden aus dem Tierheim Gassi gehen. So sieht man gleich, wie dies klappt. Ein Hund braucht nicht nur was zu Fressen. Tierarztkosten für Impfungen und andere Behandlungen folgen. Man sollte erst einmal durchrechnen, ob diese Kosten in der Haushaltskasse zu einem Finanzloch führen, oder ob dieses Geld übrig ist. Des Weiteren muss man sich über Versicherungen informieren, damit bei einem Unfall oder dergleichen ein großer Schaden abgesichert ist. Es passiert immer wieder, dass ein Hund in ein Auto läuft. Der somit erstandene Schaden kann abgesichert werden. Allerdings hat man hier einen jährlichen Beitrag zu bezahlen. Die Hundesteuer ist in den Gemeinden unterschiedlich hoch, aber auch dies sind Kosten, die vor einem Kauf beachtet werden müssen.

Ist es nach all den Überlegungen so, dass ein OK gegeben wird, freuen sich schon bald alle über ein neues Familienmitglied. Welpen sind natürlich am beliebtesten. Diese neugierigen Fellknäuel wickeln einen schnell um den Finger. Damit die kleinen schnell stubenrein werden, sollte sehr oft mit ihnen nach draußen gegangen werden. Auf jeden Fall immer dann, wenn sie nach einem Nickerchen wach werden, oder wenn sie gefressen haben. Wer keine Erfahrung in der Hundeerziehung hat, sollte eine Hundeschule aufsuchen; je früher, desto besser. Dort lernt man, wie man mit dem Hund im Alltag umgeht, und wie man auf bestimmte Situationen richtig reagiert. So ein Hund braucht zwar eine feste Bezugsperson, sollte dennoch auf die anderen Familienmitglieder gleichermaßen hören. So sollte jeder mit dem Hund die unterschiedlichen Kommandos üben, die er vor allem in den ersten Wochen erlernt. Mit fester Stimme und klarer Ansage ist es am leichtesten. So kann der Hund dann auch verstehen, was man von ihm möchte.