Wenn es im Garten heiß her geht
Die Deutschen sind im Grillen große Meister. In jedem Jahr, kaum dass die Sonne die Erde ein wenig erwärmt hat, wird die Grillsaison eingeläutet. Vom einfachen Holzkohlgrill bis zu teuren und professionellen Grillstationen, die meist mit Gas betrieben werden.
Es wird vermutet, dass das Grillen eine der ältesten und auch ursprünglichsten Formen der Nahrungszubereitung darstellt. Heute ist der Grill von keinem Balkon mehr wegzudenken und geht man im Sommer durch eine Wohnsiedlung, wird man bei schönem Wetter allerorts den würzigen und aromatischen Duft von gebratenem Grillgut auf einem Holzkohlegrill wahrnehmen können.
Doch stellt sich hier die Frage, ob der Holzkohlegrill wirklich die einzig wahre Möglichkeit ist, um das Grillgut zuzubereiten. Die Meinungen gehen bei diesem Thema weit auseinander und die Fronten der verschiedenen Parteien scheinen verhärtet zu sein.
Fakt ist, dass jeder Grill, ganz gleich, ob es sich dabei um einen Grill für Holzkohle oder um einen Gasgrill handelt, sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Wer auf der Suche nach einem neuen Grill ist, sollte sich gut überlegen, für welche Art von Grill er sich entscheidet und wie viel Geld er in den Kauf des Grills investieren möchte bzw. kann.
Beginnen wir mit dem traditionellen Holzkohlegrill. Seit vielen Jahrtausenden kennt und schätzt der Mensch die Zubereitung der Speisen über dem offenen Feuer. War es in früherer Zeit unumgänglich, auf offenem Feuer zu kochen und zu braten, stehen dem modernen Menschen heute die unterschiedlichsten Geräte dafür zur Verfügung. Sie werden allesamt in der Regel mittels Elektrizität betrieben. In vielen Fällen steht der Köchin bzw. dem Koch auch ein gasbetriebener Herd zur Verfügung. Das Grillen hingegen ist keine Notwendigkeit, sie ist ein beliebtes Freizeitvergnügen, das mit Gemütlichkeit und Geselligkeit verbunden wird. Der Holzkohlegrill ist ein Symbol dieser Attribute. Allerdings erfordert seine Inbetriebnahme nicht nur entsprechend viel Zeit im Vorhinein, auch ein wenig Geschick ist vonnöten, möchte man eine Glut erzeugen, die dazu geeignet ist, darauf Speisen der unterschiedlichsten Arten zuzubereiten. Je nach Wetterlage kann dies schwierig werden, da das offene Feuer von den gegebenen Luftdruckverhältnissen beeinflusst wird. Ist genügend Glut vorhanden, kann die Temperatur der Glut selbst nicht geregelt werden. Bei vielen Grills ist es möglich, die Höhe des Grillrosts zu verändern um so auf die Temperatur, die auf das Grillgut einwirkt, ein wenig Einfluss nehmen zu können.
Ganz anders der Gas- oder auch der Elektrogrill. Mit nur wenigen Handgriffen ist er aufgebaut und angeschlossen. Nach nur wenigen Minuten kann der Grillspaß auch schon losgehen. Ein guter Gasgrill verfügt normalerweise über mindestens zwei Brenner, die getrennt von einander geregelt werden können. Auf diese Weise kann man auf dem Grill unterschiedlich heiße Zonen schaffen, die die Zubereitung von Speisen mit unterschiedlichem Temperaturbedarf ohne weiteres zulässt. Im Gegensatz zu einem Holzkohlegrill entsteht bei einem Gasgrill so gut wie keine Rauchentwicklung und auch der Geruch hält sich durchaus in Grenzen. Auf diese Weise kann auch derjenige, der nur einen Balkon in einem Hochhaus zur Verfügung hat, dem Grillvergnügen frönen.
