Clicker als Erziehungshilfe
Wer schon einmal einen Hund hatte, gerade einen hat oder sich einfach so schon einmal mit diesem Thema auseinander gesetzt hat, weiß sicherlich, dass man gerade bei der Hundeerziehung einiges falsch machen kann. In den letzten Jahren hat sich deswegen der Beruf des Hundetrainers etabliert, doch auch hier ist nicht alles Gold was glänzt. Hundetrainer ist kein wirklich anerkannter Beruf, das heißt, es gibt auch keine richtige staatliche Ausbildung. Verschiedene Vereine und Institutionen haben zwar mittlerweile eine Art Ausbildung ins Leben gerufen, allerdings gibt es kein allgemeingültiges Konzept, so wie zum Beispiel bei der Lehre einer Bankkauffrau.
Jeder Verein gestaltet seine Ausbildung anders, jeder hat andere Grundlagen. Leider ist es auch in der heutigen Zeit noch zu oft üblich, dass auf dem Hundeplatz mit Gewalt gearbeitet wird. Da tauchen dann Würge- und Stachelhalsbänder auf der Bildfläche auf, der Teletakt, obwohl in Deutschland eigentlich verboten, wird so manches Mal als Geheimmittel Nummer Eins empfohlen und wenn gar nichts hilft, dann empfiehlt ein deutscher Hundetrainer seinen Stuhl Anton, der nach dem Hund geworfen werden soll, um dessen Stolz zu brechen. Dabei muss - beziehungsweise darf - man seinen Hund nicht mit Gewalt erziehen. Es gibt so viele andere Möglichkeiten, die weder gefährlich sind noch dem Hund wehtun und die sowohl dem Herrchen, als auch dem Hund viel Spaß machen können. Eine dieser Erziehungshilfen ist zum Beispiel der Clicker.
Bellt der Hund zum Beispiel im Auto, wenn er andere Hunde sieht oder eventuell aber auch Radfahrer, wenn er diese nicht leiden kann, dann hilft der Clicker, ihm das abzugewöhnen. Das Grundprinzip bei diesem Erziehungsmittel ist die Verknüpfung mit etwas Positivem, in den meisten Fällen ein Leckerchen. Macht der Hund etwas richtig, wird geklickt und er bekommt seine Belohnung. Natürlich muss man dem Tier erst einmal beibringen, dass der Click auch bedeutet, dass er nun gleich was Leckeres ins Maul bekommt. Dies geht aber ganz einfach und jeder Hund wird dies ganz schnell kapieren.
Zu Beginn ruft man den Hund nämlich einfach nur zu sich, clickt und gibt ihm ein Leckerchen. Ohne, dass der Hund etwas dafür tun muss. Dies kann man in den ersten Tagen etwa drei bis viermal am Tag machen, etwa 20 Mal hintereinander. Irgendwann wird der Hund in seinem Gehirn verknüpfen, dass der Click ein Leckerchen bringt. Ziel ist es, dem Hund zu vermitteln, dass der Click die eigentliche Belohnung ist und das Leckerchen nur eine Dreingabe, das aber nicht unbedingt jedes Mal benötigt wird.
